
Darum zuerst ein paar Fragen an dich:
Wann hast du dich das letzte Mal bewusst selbst reflektiert?
Wann hast du das letzte Mal überprüft, ob deine Stärken zu der Rolle passen, die du innehast?
Wann hast du das letzte Mal mit deiner Führungskraft darüber gesprochen, WIE du führst und nicht nur darüber, WAS du erreichst?
Wenn du jetzt bei der einen oder anderen Frage gezögert hast: Du bist nicht allein.
Viele kennen das: Man übernimmt eine Führungsposition und ab dem ersten Tag heißt es: mach mal. Eine Anleitung, wie man gut führt, gibt es nicht. Kann es auch gar nicht geben, denn jede Führungskraft hat ihren eigenen Stil und jedes Team unterschiedliche Anforderungen. Das macht es auch so schwierig. Erfolg wird meistens daran gemessen, was jemand erreicht, in Form von Zahlen, Zielen, Ergebnissen. Wie jemand führt, wird dabei oft übersehen. Kein Wunder, denn im stressigen Führungsalltag fehlt oft die Zeit und der Raum für Reflexion.
Dabei wäre genau das so wichtig: zu wissen, wo die eigenen Stärken liegen, wie man diese gezielt einsetzt und wo sich noch Entwicklungspotenziale verstecken. Denn wer seine Stärken kennt, kann seine Rolle so gestalten, dass sie zu einem passt, anstatt sich in eine Rolle hineinpressen zu lassen.
Aber wie kann das gelingen?
Wir haben uns gemeinsam mit dem ÖAMTC dieser Herausforderung gestellt und gemeinsam „Selbstreflexion Führung“ entwickelt. Einen kompakten, digitalen Reflexionsprozess für alle Führungskräfte, vom Top Management bis zur operativen Ebene.
Der Aufwand? Circa fünf Stunden. Lang genug, um in die Tiefe zu gehen. Kurz genug, um in den Führungsalltag zu passen.
Das Ergebnis? Ein persönliches Bild der eigenen Führungsrolle mit direktem Bezug zur täglichen Arbeit.
Der letzte Schritt macht den Unterschied: Reflexion bleibt nicht im Kopf, sondern wird zum Gesprächsthema und im weiteren Schritt zu bewusstem Verhalten.
Für die Führungskraft: Es entsteht Klarheit über das eigene Führungsverständnis, über Stärken und Entwicklungsfelder und darüber, was die Rolle verlangt. Das stärkt die Fähigkeit zur Selbstreflexion, macht Führung authentischer und wirksamer.
Für das Unternehmen: Ein gemeinsames Verständnis von Führung und eine Kultur, in der Reflexion und der gemeinsame Dialog etwas Selbstverständliches werden.
Seit Jänner 2025 haben rund 160 Führungskräfte den Prozess durchlaufen. Damit das nicht nur ein einmaliges Ereignis bleibt, wird der Prozess alle zwei Jahre wiederholt.
Oder wie der ÖAMTC sehr treffend formuliert: Reflexion, Dialog und bewusstes Führungsverhalten werden Schritt für Schritt Teil der Führungskultur.
„Selbstreflexion Führung“ ist in Co-Kreation entstanden. Wir von Balanced Six haben unsere Expertise in Managementdiagnostik eingebracht. Der ÖAMTC war für die Integration in bestehende Systeme, das eigene Führungsmodell und den Transfer in den Arbeitsalltag verantwortlich. Ziel war von Anfang an, ein System zu entwickeln, das der ÖAMTC langfristig selbst weiterführen kann.
Im Oktober 2026 wurde das Projekt beim HR Inside Award in der Kategorie Culture & Development ausgezeichnet. Für uns ist das vor allem die Bestätigung dafür, dass Reflexion einen Platz in der Führung verdient hat.
Danke an Stefanie Weber-Baumann, Jutta Ableitinger und das ganze ÖAMTC-Team für das Vertrauen und die tolle Zusammenarbeit.
Gute Ideen dürfen wachsen. Deshalb entwickeln wir den Ansatz gerade intern weiter zu einem Leadership Buddy, der genau bei den Fragen begleitet, mit denen dieser Beitrag begonnen hat. Damit er zukünftig auch in anderen Unternehmen Führungskräfte dabei unterstützt, sich selbst besser zu verstehen und bewusster zu führen.
Du möchtest auch in deinem Unternehmen Raum für Reflexion in der Führung schaffen? Dann schreib uns eine kurze Nachricht.
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